Summer 2017
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History and Theory of Landscapes

Die LV befasst sich mit dem Phänomen Landschaft und vor allem mit den Kräften, die hinter der visuellen Erscheinung individueller Landschaften wirken. Was ist „Landschaft“ überhaupt? Wie entstehen Landschaften? Warum weisen bestimmte Kulturlandschaften bestimmte Merkmale auf – oder in anderen Worten – warum sehen sie so aus wie sie aussehen? Auf welchen natürlichen Gegebenheiten basieren sie und welche ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Umstände und Entwicklungen haben sie geformt?

Diese und andere Fragen sollen die Aufmerksamkeit auf Prozesse lenken, die den Wandel von Kulturlandschaften verursachen und antreiben. Der Aspekt der Intentionalität ist dabei besonders interessant: Landschaften entstehen einerseits als „Nebenprodukte“ der Kultivierung oder Ausbeutung von Territorien für die Erfordernisse menschlicher Existenz, andererseits werden sie gezielt als Kunstwerke und Kommunikationsmedien gestaltet.

Den Schwerpunkt der LV bildet eine Kulturgeschichte europäischer Landschaften (mit Exkursen zur Geschichte und Theorie außereuropäischer Landschaften). Die Vorlesung soll einen Überblick und eine Grundlage für weitere vertiefte Studien in diesem Forschungsfeld bieten. Anhand von signifikanten Beispielen aus verschiedenen Epochen werden ausgewählte Zeitabschnitte präsentiert und analysiert.

Auf diese Weise sollen unterschiedliche Haltungen gegenüber der Umwelt (als Raum und Rohstoff für die Gestaltung von Lebensräumen) identifiziert werden.

Zusammenhänge zwischen sozioökonomischen, politischen und technischen Entwicklungen und der Transformation von Landschaften werden punktuell aufgezeigt und Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlichen Errungenschaften, Landschafts- und Gartenkunst und den anderen Künsten der jeweiligen Epochen beleuchtet. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Transformation von Lebensräumen durch das Bauen und der Beziehung zwischen Architektur und Landschaft.

Termine und Details auf Base Angewandte

Bild: Karin Raith