2017 June 20
Students
in between (out)

Der Arbeit in between (out) sind mehrere partizipative Installationen und Projekte vorausgegangen, die mit verschiedenen Materialien und Medien die Anordnungen von Mensch und Raum untersucht haben. 

Raum wird in dieser Auseinandersetzung nicht als Konstante, sondern als Variable verstanden, die von Erfahrungen jeder und jedes einzelnen geprägt ist und immer wieder verändert wird. In dem andauernden Prozess bestimmen das Ich, Du und Wir Räume, und gleichzeitig definieren Räume Mich, Dich und Uns.

der/die besucher/in wird teil der ausstellung

„Zuviel Raum beengt uns sehr viel mehr als wenn nicht genug Raum da ist.“

bietet hier die dunkelheit (hell und dunkel) dehnbare raumgrenzen an?
was bedeutet dunkelheit für mich, dich, uns?
ab wann ist es dunkel?
ab wann ist es hell?

„Nichts ruft so wie die Stille das Gefühl unbegrenzter Räume hervor. ...und in der Stille ergreift uns die Empfindung des Weiten, Tiefen, Unbegrenzten.“

was ist stille?
wie nehme ich stille wahr?

das ich ist teil eines gefüges!

raum ist relativ
jede/r erlebt raum anders

ermöglicht uns, dieses raumdenken
darin zu sein? 
oder irgendwo dazwischen?
oder auch draußen?
und raumbegrenzungen aufzulösen?

„In einer Meditation über das Dasein klammert man im allgemeinen den Raum aus, anders gesagt, man ‚läßt den Raum hinter sich’.“ 

bin ich teil davon (unbewusst)?
oder nehme ich aktiv und bewusst am geschehen teil?

„So schreibt van Gogh ohne Kommentar: ‚Das Leben ist wahrscheinlich rund.’“

„Es handelt sich nicht eigentlich darum, das Dasein zu betrachten, sondern es in seiner Rundheit zu erleben.“

zuseher/in, schauspieler/in, akteur/in
immer ein teil des ganzen
alles eins
alles rund


(Zitate aus Gaston Bachelard, Poetik des Raumes, 1957)

 

Foto: Marlies Gruber