2016 June 21
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Ortsbezogene Kunst Site-Specific Art

Ortsbezogene Kunst

In unserer Klasse geht es darum, einen Ort und seinen Kontext als treibende Kraft, als Arbeitsmaterial, Handlungsraum und Aktionsfeld zu verstehen. Die Studierenden beschäftigen sich mit Ansätzen, die einen Ort zum Ausgangspunkt eines künstlerischen Prozesses nehmen. 

Wir verstehen die Klasse als Experimentierfeld, in dem es möglich ist, festgesetzte Begrifflichkeiten zu verschieben und dazu eine eigene künstlerische Position zu entwickeln. Wir wollen Orte – innen wie außen – genau betrachten, erweitern, brechen, verstärken und verändern. Der Strategie selbst sind darin keine Grenzen gesetzt: Es kann performativ, konzeptuell, objektbezogen, prozessual und zu sozialen, politischen und kunstspezifischen Themen gearbeitet werden.

Das Arbeiten im Ausstellungsraum, das Reflektieren im Einzelgespräch, in der Gruppe und anhand von Texten, wie auch die handwerkliche Umsetzung in analogen und digitalen Werkstätten fördern die individuellen Interessen der Studierenden. Durch gemeinsame Ausstellungsbesuche, Projekte, Gastvorträge und Exkursionen erweitern wir den Fokus und treten gleichzeitig selbst an die Öffentlichkeit.
 

Geschichte der Klasse:

Die Abteilung entstand aus der Meisterklasse für Grafik, die 1992 von Univ.-Prof. Mario Terzic übernommen wurde. Der Schwerpunkt auf Landschaft und Garten führte schließlich im Jahr 2000 zur Gründung der Klasse für Landschaftsdesign am Institut für Design. 2013 und 2014 wurde die Klasse von Martha Schwartz sowie von Tim Richardson und Tony Heywood geleitet. 

Im Herbst 2014 wurde die Klasse unter der Leitung von Paul Petritsch (Six & Petritsch) als Abteilung für LÖandschaftskunst am Institut für Bildende und Mediale Kunst neu positioniert.

Seit Juni 2016 heisst die Abteilung "Ortsbezogene Kunst". Der Namenswechsel reflektiert einen Wechsel des Fokus: von Landschafts- und Raumgestaltung hin zu einer Befragung von Orten durch künstlerische Untersuchungen und Interventionen.



Bild: Pia Plankensteiner, “Stadt in Bewegung”, 2016