Winter 2017/18
Courses
Studio Frankenstein

Die Lehrveranstaltung bezieht sich inhaltlich auf gegenwärtige Debatten und Theorien zum Verhältnis von Natur und Technologie, einer Ökologie jenseits biologischer Systeme und post-humane Ansätze. Textstellen in Mary Shelley’s Frankenstein, einem diesbezüglich weiterhin einflussreichen Roman, werden quergelesen mit Theorien der letzten Jahrzehnte, von Donna Haraway zu Timothy Morton, von Cyborgs zu Dark Ecologies.

Das Format des Kurses ist vom Prinzip der performativen Untersuchung geprägt: dem Einbinden von performativen Elementen wie Scripts, Rollen und Requisiten in kollektive Wissensproduktion und –austausch. Konkret wird dieses Konzept vom soundbasierten Output der Lehrveranstaltung ausgehen, der gemeinsamen Produktion eines Hörspiels bzw. Podcasts.

Ab dem ersten Termin schaffen wir ein Studio-Setting mit Aufnahmegeräten, Mikrofonen, Schallelementen, etc., die sowohl 1:1 als Aufnahmetechnik als auch performativ als Setting und Requisiten dienen.

Jedes Treffen wird von Studierenden soundtechnisch aufgenommen: als Interview, als Field-Recording, als Hörspiel, als experimentelle Komposition.

Über verteilte und wechselnde Rollen (Aufnahmeleitung, Texter*in, Referate, Diskussionteilnehmer*in) entsteht eine kollektive Assemblage zur Produktion einer Sound-Assemblage; ein spekulatives, zusammengestückeltes Monster. Medienhistorisch ist hier auch das über Musik popularisierte Prinzip des Sampling zentral.