Summer 2019
Courses
Vorstellungen zu Natur, Landschaft und Universum

in der Kunst der 1960er Jahre


Dynamische Veränderungen ergreifen in den 1960er- und 1970er-Jahren alle Teile der Gesellschaft und des Lebens. Sie zielen auf eine Neuorganisation des Miteinanders, auf eine Auflösung der bisherigen Hierarchien und eine Hinterfragung der politischen und ökonomischen Verhältnisse. In Italien, wo die Verflechtung der verschiedenen Sparten der Kultur und zwischen Kunst, Lebenskultur und revolutionär-reformatorischen Bestrebungen besonders eng war, bildete sich eine künstlerische Bewegung – die Arte povera – heraus, die in ihren Anfangsjahren ephemere Aktion und materialisiertes Werk miteinander zu verbinden sucht. In diesem Kontext ist auch das Werk Entrare nell’opera zu verorten.

Anliegen dieses Blockseminars ist es, der Vielfalt der performativen Ansätze und des Prozesshaften der Künstler der Arte povera vor allem aus der eigenen Anschauung heraus vor den Werken und anhand vieler Archivmaterialien nachzugehen.
Dabei wird ein wesentliches Augenmerk auf der Spezifik der Aktionen der Arte-povera-Künstler liegen, der eine objektorientierte, dinghafte Bezugnahme zu Grunde liegt. Anhand einzelner künstlerischen Positionen werden die Verzeitlichung des Werks und eine Verdinglichung der Handlung untersucht, die ganz im Gegensatz zur Body Art, dem Happening oder anderen vergleichbaren performativen Künsten steht.

Der Kurs wird in deutscher Sprache abgehalten, but inputs in English are very welcome.

Der Kurs findet in Wien am Freitag, den 15. März 2019 von 10 bis 18 Uhr statt und in Vaduz am Donnerstag und Freitag, den 14. und 15 Juni jeweils von 10 bis 18 Uhr im Kunstmuseum Liechtenstein in der Ausstellung „Entrare nell’opera. Prozesse und Aktionen in der Arte povera, 1959–1979“.

Mehr Info auf der Base Angewandte

 

Credit: Giovanni Anselmo